Ab sofort wurde die Logik des DATEV-Exports für Praxen mit Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erweitert und an mehreren Stellen angepasst. Ziel der Änderung ist eine konsistentere Verbuchung von Barzahlungen, manuellen Kassenbuchungen sowie Überweisungen innerhalb des DATEV-Exports.

Wichtig: Die Änderungen betreffen ausschließlich den DATEV-Export für Einnahmenüberschussrechnung. Der Export für bilanzierende Praxen bleibt vollständig unverändert.

Warum wurde die Funktion angepasst?

In der bisherigen Exportlogik wurden Barzahlungen und bestimmte Gegenkonten nicht durchgängig getrennt verarbeitet.  Zusätzlich wurden bei manuellen Kassenbucheinträgen bisher Gegenkonten verwendet, die aus buchhalterischer Sicht nicht mehr optimal zur tatsächlichen Kassenbewegung passten.

Mit der neuen Exportlogik werden Barbewegungen nun explizit als Umbuchung zwischen Debitorensammelkonto und Kassenkonto ausgegeben. Dadurch wird die Darstellung im DATEV-Export transparenter und näher an klassischen Buchungslogiken innerhalb der Finanzbuchhaltung.

Darüber hinaus wurde die Behandlung von Überweisungen vereinheitlicht. Das bisher verwendete “Bankkonto” wird künftig nicht mehr automatisch im Export angesprochen.Neue DATEV-Anpassungen für die Einnahmenüberschussrechnung

Was wurde konkret geändert?

1. Neues Kassenkonto für Einnahmenüberschussrechnung

Unter Einstellungen → DATEV steht ab sofort ein separates Feld „Kassenkonto“ zur Verfügung.

Dieses Konto wird ausschließlich bei Barzahlungen berührt.

Für Systeme mit Einnahmenüberschussrechnung wird das Feld automatisch vorbelegt mit:

  • SKR03 → Konto 1000
  • SKR04 → Konto 1600

Die Werte können jederzeit individuell angepasst werden.

2. Zusätzliche Buchungszeile bei Barzahlungen

Bei Barzahlungen wird im DATEV-Export künftig eine zusätzliche Buchungszeile erzeugt.

Dabei erfolgt die Umbuchung zwischen:

  • Konto → Kassenkonto
  • Gegenkonto → Debitorensammelkonto

Bei Stornierungen von Barzahlungen wird die Buchungsrichtung entsprechend umgekehrt ausgegeben.

Dadurch wird die tatsächliche Bewegung der Bareinnahme innerhalb des Exports explizit und vollständig dargestellt.

3. Anpassung manueller Kassenbucheintrag

Auch die Darstellung manueller Kassenbucheinträge wurde angepasst.

Beispiel für eine Barausgabe:

  • Betrag: 100,00
  • Buchungstyp: S
  • Konto: ausgewähltes Aufwandskonto
  • Gegenkonto: Kassenkonto (z. B. 1600)

Bisher wurde bei manuellen Kassenbuchungen das Debitorensammelkonto als Gegenkonto verwendet. Die Verwendung des Kassenkontos als Gegenkonto bildet ab sofort den tatsächlichen Buchungsvorgang präziser ab.

4. Anpassung bei Überweisungen

Sämtliche Überweisungen von Zahlbeträgen werden künftig nicht mehr im DATEV Export erfasst.

Hintergrund ist die Vermeidung von Doppelerfassungen durch den Steuerberater, da dieser bei Überweisungen die Informationen und Bankbewegungen direkt vom Bankkonto erhält und diese elektronisch einliest.

Dadurch wird das bisherige Bankkonto innerhalb der Exportlogik nicht mehr aktiv verwendet.

Das Feld „Bankkonto“ bleibt unter Einstellungen → DATEV weiterhin vorhanden, wird jedoch künftig im unteren Bereich der Einstellungen sowie in Klammern dargestellt.

Vorteile der neuen Exportlogik

Verbesserte Nachvollziehbarkeit: Barbewegungen werden als separate Umbuchung im Export dargestellt.

Konsistentere Buchungslogik: Kassenbuchungen und Zahlungsflüsse werden eindeutiger voneinander getrennt.

Präzisere Abbildung manueller Kassenbewegungen: Direkte Kassenbuchungen verwenden nun das fachlich korrektere Gegenkonto.

Vereinfachte DATEV-Weiterverarbeitung: Die erzeugten Buchungssätze entsprechen stärker den aktuell typischen Anforderungen von Steuerberatern und Finanzbuchhaltung.

So nutzen Sie die neue Funktion konkret:

Navigieren Sie zu Einstellungen → DATEV.

Prüfen Sie das neue Feld „Kassenkonto“.

Bei Einnahmenüberschussrechnung wird das Konto abhängig vom Kontenrahmen automatisch vorbelegt:

  • SKR03 → 1000
  • SKR04 → 1600

Passen Sie das Konto bei Bedarf individuell an.

Erstellen Sie anschließend den DATEV-Export wie gewohnt.

Die zusätzlichen Umbuchungszeilen für Barzahlungen sowie die neue Gegenkontenlogik werden automatisch berücksichtigt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sind bilanzierende Praxen von der Änderung betroffen?

Nein. Die Anpassungen gelten ausschließlich für Praxen mit Einnahmenüberschussrechnung.

Wann wird das neue Kassenkonto verwendet?

Das Kassenkonto wird ausschließlich bei Barzahlungen sowie manuellen Kassenbuchungen verwendet.

Warum wird bei manuellen Kassenbuchungen nicht mehr das Debitorensammelkonto verwendet?

Da bei manuellen Kassenbewegungen keine Forderung gegenüber einem Debitor entsteht, bildet das Kassenkonto den tatsächlichen Buchungsvorgang fachlich korrekter ab.

Wird das Bankkonto weiterhin verwendet?

Nein. Das Bankkonto wird innerhalb der neuen Exportlogik nicht mehr aktiv angesprochen.

Werden bestehende Exporte automatisch angepasst?

Ja. Die neue Logik wird automatisch für alle zukünftigen DATEV-Exporte mit Einnahmenüberschussrechnung verwendet.

Fazit

Mit der überarbeiteten DATEV-Exportlogik für Einnahmenüberschussrechnung werden Barzahlungen, Kassenbewegungen und Überweisungen technisch konsistenter und transparenter verarbeitet. Durch die explizite Darstellung von Umbuchungen, die Einführung eines separaten Kassenkontos sowie die vereinheitlichte Gegenkontenlogik wird die Weiterverarbeitung der Exportdaten innerhalb der Finanzbuchhaltung vereinfacht und fachlich präziser abgebildet.