Work-Life-Balance TierarztIn unserem letzten Blogbeitrag haben wir über ein trauriges Thema berichtet: “Burnout- und Suizid-Gefahr bei Tierärzten”. Bei der Frage nach Gründen oder Missständen, die mit dem Beruf des Tierarztes einhergehen und zu diesem unglücklichen, finalen Schritt führen können, hört und liest man immer wieder: dieser Beruf ist schwer mit dem Privatleben zu vereinbaren. Bitterere Vorwürfe sind sogar, das private Glück wurde durch den Job zerstört oder kam dauerhaft zu kurz.

Ursachen dafür sind lange Arbeitszeiten und Überstunden, Nacht- und Notdienste und ständige Erreichbarkeit. Immer mehr (junge) Tiermediziner sind nicht mehr bereits so viel Lebenszeit und ihr Privatleben für den Beruf zu opfern. Das wird von älteren Semestern oft kritisch beäugt, teils auch offen als „faul“ kritisiert. Aber was ist der richtige Weg?

Welche Rolle spielt der Beruf im Leben eines Tierarztes?

Natürlich gibt es verschiedene Sichtweisen und auch je nachdem, wo man im Leben steht, ist man gewohnt und/oder bereit dem Beruf als Tierarzt mehr Zeit zu „opfern“. Auch Rollenbilder sind dabei von großer Bedeutung. Früher gab es in den Familien oft einen Alleinverdiener (meistens der Mann), der in Vollzeit und Volleinsatz den Lebensunterhalt für die Familie bestritt, dafür aber bei Erziehung und Freizeit der Kinder weniger Einfluss nahm. Dieses Konstrukt hat sich heute geändert: Viele junge Eltern wünschen sich eine Teilung der Familienverantwortung und der beruflichen Selbstverwirklichung. Dazu kommt, dass mittlerweile wesentlich mehr Frauen Veterinärmedizin studieren. Im Wintersemester 2019/2020 waren in Deutschland insgesamt 7.984 Studierende im Fach Veterinärmedizin eingeschrieben, davon waren 6.728 weiblich (Quelle: Statista).

Tierärzte im Generationskonflikt

Allgemein entwickelt sich auch bei Tierärzten der Arbeitsmarkt hin zu einem Arbeitnehmermarkt, das bedeutet: es fehlt an Nachwuchs. Der „Kampf“ Alt gegen Jung sollte im Zuge der Work-Life-Balance und zum Wohl für beide Seiten beigelegt werden. Die erfahrenen und älteren Tierärzte wünschen sich einen verdienten Ruhestand oder ein Verringern der Arbeitszeit und eine Abgabe von Verantwortung. Auch sie möchten ihr oft lange entbehrungsreiches Privatleben nun genießen. „Jetzt sind die Jungen dran, wir haben in diesem Alter auch viel geschuftet,“ verlangt so mancher „Senior“-Veterinärmediziner die gleiche Leistungsbereitschaft von der neuen Generation und zeigt sich enttäuscht, wenn kein Nachfolger für die eigene Praxis gefunden wird.

Dauerstress ist nicht gesund

Tierärzte können bei Ihren Patienten beobachten und diagnostizieren, dass Dauerstress der Gesundheit schadet. Aber wie sieht es mit dem Blick auf sich selbst aus? Erkennen Sie, wann und wie stark Sie gestresst sind? Wie steht es mit Ihrer persönlichen Work-Life-Balance? Schaffen Sie es, sich genügend Auszeiten zu gönnen? Oft steckt man im Privatleben zurück, um im Beruf als Tierarzt zu funktionieren, aber auf Dauer ist das keine Lösung. Stehen Sie für sich selbst ein und schützen Sie auch Ihr Privatleben, um dort in Ruhe Kraft zu sammeln für den Stress im Job. Versuchen Sie in Ihrer Freizeit den Moment zu genießen und den Kopf freizubekommen von den Gedanken an die Arbeit als Tierarzt. Sport und Bewegung, am besten an der frischen Luft, können dabei helfen.

inBehandlung – Ihr Helfer im Praxisalltag

Ihre Tierarzt-Software von inBehandlung möchte Sie dabei unterstützen, Stress im Praxisalltag zu reduzieren. Organisation und Struktur helfen den Überblick zu behalten und Ihre Arbeit effizient, und ohne negative Hektik, zu meistern. Damit bleibt Ihnen mehr Zeit für Ihre Work-Life-Balance.

Testen Sie gerne unsere Veterinärsoftware und für Sie interessante Funktionen. Bei Fragen schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an info@inbehandlung.de oder rufen Sie uns unter der Telefonnummer 0821 – 907 805 14 an – wir freuen uns darauf Sie unterstützen zu dürfen!