Passwort sicher

sicheres Passwort

Ein Passwort ist heutzutage der Schlüssel zu vielerlei Programmen, Portalen und sensiblen Nutzer- bzw. Patientendaten. Praxisbetreiber sind dazu verpflichtet, die Daten ihrer Patienten bestmöglich zu schützen. Ansonsten drohen empfindlich hohe Geldstrafen durch die DSGVO, die durchaus auch wirtschaftliche Existenzen zerstören können. In unserem Blog-Beitrag „Datenschutz in Tierarzt- und Tierheilpraxen – was Sie wissen müssen“ haben wir Ihnen aufgezeigt, welche Rolle der Datenschutz für Veterinärmediziner und Tierheilpraktiker spielt.

Die meisten Menschen unterschätzen leider, welche Gefahren von einem Passwortklau ausgehen können – sie halten sich für zu uninteressant für Kriminelle. Aber immer öfter wird auch im Businessbereich mit unlauteren Mitteln anhand von Datenklau gearbeitet: Kampagnen durch Falschinformationen oder Übermittlung von sensiblen Kundendaten an die Konkurrenz sind ärgerlicherweise Werkzeuge der Gegenwart und Zukunft, um beruflichen Existenzen zu schaden. Deshalb möchten wir Ihnen erklären, wie Sie mit sicheren Passwörtern dafür Sorge tragen können Ihre Praxis vor Schaden durch Hacker zu bewahren.

Wie können Passwörter von Dieben geknackt werden?

Fördern Sie Ihr Sicherheitsbewusstsein und das Ihrer Mitarbeiter und Kollegen und stärken Sie Ihre Tierarzt- oder Tierheilpraxis, in dem sie alle für das Thema Passwortsicherheit sensibilisieren. Der Schutz Ihrer Daten betrifft sämtliche Mitglieder Ihres Teams und dieses ist immer nur so stark, wie das schwächste Glied.

Es gibt mehrere Wege, wie Hacker an Passwörter gelangen und sich damit unrechtmäßigen Zugang zu Daten verschaffen können. Immer wieder werden durch Datenlecks bei beispielsweise großen Online-Unternehmen Passwörter gestohlen und anhand dieser Listen können sich Unbefugte Zugang zu weiteren Daten verschaffen.

Ein großes Problem ist, dass viele Menschen zu einfache und schlecht gewählte Passwörter nutzen. Mit Hilfe von automatischen Programmen testen Datendiebe tausende von üblichen Passwörtern durch und können damit einen einfachen Eintritt in Ihren Datenkosmos erhalten.

Diese Passwörter sind nicht sicher

Es gibt verschiedene Untersuchungen zur Passwortsicherheit und es ist erschreckend, wie viele User unzureichende Passwörter wählen. Die Bequemlichkeit im Alltag sorgt dafür, dass Menschen oft Tastenkombinationen verwenden, die auf der Tastatur nahe beieinander liegen, z.B. „123456“, „qwertz“ oder Varianten wie „1q2w3e4r“. Diese sind für Spezialisten innerhalb von Sekunden zu hacken. Sie sollten deshalb keine gleichen oder fortlaufenden Ziffern oder Zeichen in Ihrem Passwort verwenden.

Außerdem leicht zu erraten sind im beruflichen Umfeld Kombinationen aus Namen, Beruf und leichten Zahlen wie „tierarzt123“ oder ähnliches und auch das Wort „Passwort“ wird gerne integriert und ist deshalb bekannt und unsicher.
Vermeiden Sie überdies Geburtsdaten, Telefonnummern oder Namen von Familienangehörigen oder auch Haustieren, die Sie z.B. in sozialen Medien geteilt haben.

Zweifeln Sie an der Sicherheit Ihres Passworts? Mit der Webseite https://howsecureismypassword.net/ können Sie prüfen, wie lange ungefähr Unbekannte bzw. Computer brauchen, um Ihr Passwort zu knacken. Allerdings geht die Webseite davon aus, dass die Hacker Sie nicht kennen. Je mehr Informationen Hacker bereits über Sie gesammelt haben, umso leichter und schneller kann es ihnen eventuell fallen, Ihr Passwort zu ermitteln.

Wie erstellt man ein sicheres Passwort?

Es gibt mehrere Tipps, die Sie beachten sollten, um ein sicheres Passwort zu finden und wie Sie es sich trotzdem am besten im Alltag merken können:

  • Ein Passwort sollte mindestens 10 Zeichen lang sein, am besten sogar 16 Zeichen oder mehr!
  • Die Kombination aus kleinen und großen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (z.B. ? ! & $ §) machen ein Passwort komplexer und schwerer zu entschlüsseln
  • Eine Möglichkeit ist, sich einen individuellen Satz oder eine Wortgruppe zu formulieren, welche Sie sich gut merken können und daraus eine Abkürzung zu fertigen. Klingt kompliziert? Hier ein Beispiel: Denken Sie sich einen Satz aus, wie „Meine Oma war im Juni ’15 das erste Mal in Spanien!“. Daraus können Sie nun das Passwort „mOwiJ15deMiS!“ bauen, dieses ist sicher und für Sie persönlich einfach zu merken
  • Klingt das zu kompliziert? Es gibt auch Passwort-Generatoren, die Ihnen helfen ein sicheres Passwort zu finden, z.B. können Sie diesen Online Passwort Generator von datenschutz.org kostenlos, schnell und einfach nutzen
  • Sie können sich ein solch kompliziertes Passwort nicht merken? Es gibt mittlerweile Passwort Manager (z.B. LastPass oder 1Password), die Ihre Passwörter wie in einem virtuellen Tresor verschlüsseln und sicher speichern
  • Allgemein gilt, Sie sollten ein Passwort nur für EINE Webseite oder Anwendung nutzen

Wie kann ich meine Daten außerdem schützen?

Um Ihre Daten bestmöglich zu schützen, ist neben einem sicheren Passwort oder sicheren Passwörtern, auch wichtig, dass Sie Ihren Webbrowser stets auf aktuellem Stand halten. Installieren Sie regelmäßig Updates, auch wenn es manchmal nervig erscheint und Zeit kostet. Wir haben Ihnen bereits in einem vorherigen Blogartikel ausgeführt, wie wichtig Updates für Browser und Software sind, um Sie zuverlässig vor Angriffen von Hackern zu sichern. Die investierte Zeit lohnt sich, denn ein Datenleck kostet Sie sicher viel mehr Zeit und Nerven.

inBehandlung ist Datenschutz & IT-Sicherheit sehr wichtig

inBehandlung arbeitet fortlaufend daran, Ihre Patientendaten jederzeit bestmöglich zu schützen. Wir kümmern uns darum, alle Datenschutzbestimmungen einzuhalten, geltendes Recht umzusetzen und unsere Tierarztsoftware stets weiterzuentwickeln. Ab sofort unterziehen wir auch jedes eingegebene Passwort einem automatischen Sicherheits-Check, um Ihnen und Ihren Mitarbeitern zu helfen ein möglichst sicheres Passwort zu nutzen. Wir sind stolz, dass wir unsere Kunden bisher vor allen Hackerangriffen zuverlässig schützen konnten und möchten auch in Zukunft gemeinsam mit Ihnen dafür Sorge tragen, dass Sie und Ihre Patienten optimal abgesichert sind. Haben Sie Fragen? Wir unterstützen Sie gerne: schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@inbehandlung.de oder rufen Sie uns an – Sie erreichen uns unter der Telefonnummer 0821 – 907 805 14.